|
Hier sind ein paar Fotos von der Überholung eines 1970er Oldsmobile 455cui (7,5l) V8 Motors
Der Motor kommt aus einem 1970er Oldsmobile Delta 88 Custom und wurde nach dem Ausbau vom Vorbesitzer leider im freien gelagert. Daher war der Motor beim Kauf entgegen der Aussage des Verkäufers fest.
Da die Arbeiten am Motor noch nicht abgeschlossen sind, werden die Bilder hier immer wieder ergänzt.
Motor mit Getriebe TH400
 Getriebe wird vom Motor getrennt, da der Motor fest ist, konnten die Wandlerschrauben nicht gelöste werden. Somit mußte der Wandler beim Ausbau montiert bleiben und das Getriebeöl aufgefangen werden.
 Blick auf den Wandler
 Das erste Wasser kam beim abladen schon aus der Benzinpumpenbohrung, somit stand fest das der Motor mit Wasser vollgelaufen sein muß. Insgesamt wurden 20l Wasser und ca. 4l Öl aus dem Motor abgelassen. Dies ließ schlimmstes für das Innenleben des Motors befürchten.
 Der Motorständer, sollte angeblich 450kg halten, hat aber unter dem Gewicht des Motors nachgegeben und mußte erstmal verstärkt werden.

 Wandler und Starterkranz wurden ausgebaut, dabei wurde festgestellt das dem Starterkranz ein Zahn fehlt.
 Die Ansaugspinne wurde demontiert.
 Die Krümmer wurde abgebaut, da die Schrauben fest waren, mußte mit dem Schweißbrenner nachgeholfen werden. Auf diese Art ist keine Krümmerschraube im Kopf abgerissen.
 Die Ventildeckel wurden abgebaut.
 Der Ventiltrieb wurde ausgebaut.
 Die Zylinderköpfe wurde abgenommen, alle Zylinder an denen ein Ventil offen war, sind von Rost befallen, da das Wasser von oben durch die geöffneten Ventile in den Motor gelaufen sein muß. Bei den Zylinderköpfen handelt es sich um die “E”-Köpfe mit den großen Ventilen und den kleinen hochverdichtenden Brennräumen.
 Hier sieht man das Rostwasser, und die festgerosteten Kolben in den Zylindern.

 Der Motor wurde gedreht und die Ölwanne demontiert, um den Kurbeltrieb auf Rostschäden zu untersuchen. Hier hat zum Glück der Ölschlamm schlimmeres verhindert und die Teile vor dem Rost konserviert.
 Steuerkette und Benzinpumpenantrieb
 Der Kurbeltrieb, grob vom Ölschlamm gereinigt.
 Bei der Kurbelwelle handelt es sich um eine der gesuchten “N” (Nodular) Wellen.
 Die Nockenwelle wurde entfernt und die Hydrostößel hoch gedrückt. Die Nockenwelle weißt einen leichten Rostansatz auf, was aber keine Rolle spielt, da eine auf Drehmoment ausgelegte Nockenwelle verbaut werden soll.
 Die festgerosteten Kolben wurden aus dem Motorblock “geschlagen”.
 Blick auf die Kurbelwelle
 Eine der Lagerschalen weißt Laufspuren auf, die Kurbelwelle scheint an dieser Lagerstelle aber unbeschädigt zu sein.

 Um die Ventile einfach ausbauen zu können wird ein Gummiring unterlegt. Dieser verhindert, das die Ventile, wenn später von oben drauf geschlagen wird, zu weit einfedern können. Somit löst sich der Ventilkeil leichter.
 Von oben mit einem Rohr auf die Ventilfeder schlagen, pro Schlag wird im Normalfall ein Federkeil aus seinem Sitz springen und das Ventil, die Ventilschaftdichtung und die Ventilfeder können somit nach 2 Schlägen entnommen werden.
 Bei den festgerosteten Ventilen müssen die Ventile leider ausgeschlagen werden.

 Aufgrund des schlechten Zustands der Ventile, müssen neue beschafft werden. Die Ventilfedern werden ebenfalls ausgetauscht, da später eine Nockenwelle mit größerem Hub verbaut werden soll.

|